Mein veganes Silvestermenü: Pastete mit Rotkohl und Klößen

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Die ersten beiden Gänge meines veganen Silvestermenüs habe ich bereits verraten. Jetzt wird es noch einmal festlich. 

Den Anfang machen die RAW-Violi mit Cashew-Frischkäse und Salatgarnitur. Zum Dessert gibt es meinen Käsekuchen. Man soll sich ja nicht selbst loben, aber der ist wirklich der Hammer! ;)

Aber was gibt es dazwischen? Darüber habe ich lange gebrütet. Die Wahl stand dann irgendwann zwischen Spaghettini mit einem feinen Pesto aus getrockneten Tomaten und der Pastete mit Rotkohl und Klößen. Letztere mutet fast schon wieder ein wenig zu weihnachtlich an. Wir haben uns dennoch dafür entschieden. Mein Freund mag meinen selbstgemachten Rotkohl so gerne und dieses Essen ist festlicher als “nur Pasta”. Wer an Weihnachten schon genug Rotkohl verdrückt hat, kann die Beilage natürlich austauschen oder etwas “frischeres” wählen. Ich kann mir zu Vor- und Nachspeise auch folgende Gerichte sehr gut vorstellen. Es ist eure Wahl.

Das Rezept für die Pasta kommt natürlich demnächst trotzdem.

Die vegane Pastete

Dieses Rezept habe ich drüben bei “Koch’s vegan” (toller Blog mit Kochvideos) gesehen und musste es sofort ausprobieren. Wer hätte gedacht, dass pürierte Mungobohnen so fest werden können?! Hier erst einmal das Video (Vorsicht, der Jingle hat eine Ohrwurmgarantie), danach meine Version samt Zutaten:

Viel habe ich nicht verändert. Da es meine erste Pastete war, wollte ich auf Nummer Sicher gehen. Also habe ich folgende Zutaten verarbeitet:

Für den Brotteig:

  • 200 g Mehl (+ Mehl zum Ausrollen)
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 120 ml warme Sojamilch
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Zucker

Zubereitung:

Das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde in die Mitte drücken und dort die Hefe hinein bröckeln. Auf die Hefe kommen nun der Zucker und die lauwarme Sojamilch. Kurz stehen lassen, bis sich Blasen auf der Oberfläche der Milch bilden. Das dauert ca. 5 Minuten.

Dann das Salz hinzugeben und den Teig gut verkneten. An einem warmen Ort ungefähr eine Stunde abgedeckt gehen lassen. Der Teig sollte dich beim Gehen verdoppeln.

Für die Füllung benötigt ihr:

  • 200 g Mungobohnen (funktioniert auch mit anderen Bohnen oder Linsen)
  • 1/2 TL Bockshornklee
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Agavensirup
  • 1 TL Barbecue Gewürz
  • 2 Knoblauchzehen
  • optional Kräuter
  • 1 Rote Beete Knolle
  • 3 kleine Möhren
  • 1 Pastinake (mittelgroß)

Zubereitung

Die Mungobohnen (oder andere Bohnen) sollte man zwei bis drei Tage vorher bereits einweichen. Wer keine Zeit hat, benutzt die selbe Menge Linsen und kocht sie nach Packungsanleitung.

Was auch immer ihr verwendet, es muss püriert werden. Dafür einfach die Bohnen oder Linsen mitsamt der Gewürze und ein wenig Wasser in einen Blender geben und zu einer cremigen Masse verarbeiten.

Das Wurzelgemüse muss klein gerieben werden und wird dann mit der Bohnenpaste vermengt.

Nun sollte der Teig langsam fertig sein. Rollt ihn aus wie im Video gezeigt und füllt die Bohnen-Gemüsemischung ein. Oben den Teig umklappen und dann mit Wasser bestreichen. Die Pastete benötigt ca. 1 Stunde bei 180°C Umluft im Backofen. Wer kein Umluft hat, sollte etwas mehr Zeit einplanen.

Die Kartoffelklöße

  • 500 g Kartoffeln
  • 50 g Kartoffelmehl (alternativ geht auch Speisestärke)
  • Salz, Muskat

Kartoffelklöße sind keine große Kunst. Kocht die Kartoffeln einfach am Vortag mit Schale und lasst sie stehen. Dann können sie am nächsten Tag gepellt und gestampft werden und werden mit den Gewürzen und dem Kartoffelmehl vermengt. Die Mischung sollte nun noch einmal ein bis zwei Stunden im Kühlschrank stehen. Alternati dazu könnt ih die gesamte Masse auch am Vortag zubereiten und dann kurz vor dem Essen (plant ca. 30 Minuten ein) aus dem Kühlschrank holen, zu Klößen formen und in Salzwasser 20 Minuten gar ziehen lassen. Das Wasser darf dabei nicht kochen. Die Klöße sind gar, wenn sie oben schwimmen.

Die Sauce auf dem Bild ist meine vegane braune Sauce. Das Wasser habe ich durch 250 ml trockenen Rotwein (der selbe wie im Rotkohl) und 50 ml Sojasahne ersetzt. Zum Schluss habe ich die Sauce noch einmal im Mixer püriert, damit sie feiner ist.

Nun fehlt nur noch der Rotkohl. Dafür benötigt ihr folgende Zutaten:

  • 1 mittlerer Rotkohlkopf
  • 300 ml Orangensaft
  • 200 ml trockener Rotwein (z.B. Yellowtail Shiraz)
  • eine kleine Zwiebel
  • 1 großer Apfel (z.B. Boskop oder eine andere säuerliche Sorte)
  • 3 Nelken
  • 1 TL Margarine
  • 1 EL Agavensirup
  • Salz
  • etwas Zimt
  • optional etwas Stärke zum Abbinden

Den Rotkohl zubereiten

Das macht ihr am besten auch schon einen Tag vorher, damit der Kohl richtig gut durchziehen kann.

Entfernt die äußeren Blätter des Kohlkopfes und viertelt ihn. Nun lässt sich der Strunk einfach entfernen. Den Rest schneidet ihr in feine Streifen.

Stellt einen großen Topf auf und dünstet darin die gehackte Zwiebel in der Margarine glasig. Gebt den Kohl dazu und löscht mit Rotwein und Orangesaft ab. Nun kommen die Gewürze in den Rotkohl und alles darf bei mittlerer Temperatur 30 Minuten vor sich hin köcheln. Dann die Temperatur auf kleinste Stufe drosseln und weitere 20 Minuten garen lassen.

Lasst den Rotkohl nun über Nacht stehen und wärmt ihn kurz vor dem Essen noch einmal auf. Wer mag, kann ihn Abbinden. Dafür nehmt ihr einfach einen gestrichenen Teelöffel Stärke, verrührt diesen mit Wasser, gebt diese Mischung in den Rotkohl und kocht alles noch einmal kurz auf. Kleiner Tipp: Wenn ihr viel Flüssigkeit im Rotkohl habt, kippt diese vorher ab und verwendet sie für eure braune Sauce.

Ich wünsche euch, ob nun mit diesem Menü oder eurem eigenen, eine wunderbare Silvesternacht und einen guten Start in das neue Jahr. Vielen Dank für die vielen Mails und Kommentare im letzten Jahr. Ich freue mich auf ein erfolgreiches neues Jahr mit euch! :)  

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