Vegane Lasagne mit selbst gemachter Béchamel und Wilmersburger Pizzaschmelz

Vegane Lasagne mit selbst gemachter Béchamel und Wilmersburger Pizzaschmelz

Bei einem erneuten Besuch im Veganz wanderte gestern auch der neue Wilmersburger Pizzaschmelz in meinen Einkaufskorb. Die perfekte Gelegenheit, um den veganen Käse auf meiner Lasagne zu testen und euch gleich auch noch mein Rezept dafür zu verraten. 

Wichtig an einer Lasagne ist immer die Tomatensauce. Die muss, wie eine klassische Bolognese, würzig süß und tomatig sein. Das erreicht man vor allem durch eine lange Kochzeit und Suppengrün. Wer gleich die doppelte Menge der angegebenen Zutaten verwendet, kann den Rest einfrieren und für eine spontane Lasagne oder schnelle „Spaghetti Bolognese“ verwenden. Mein Fazit zum Wilmersburger Pizzaschmelz findet ihr ganz unten in diesem Beitrag.

vegane lasagne mit wilmersburger pizzaschmelz @Junico

Zutaten für die Tomatensauce

  • 1 Zwiebel
  • 2 mittelgroße Möhren (ca. 100 g)
  • 1/2 Knolle frischen Sellerie (ca. 100 g)
  • 1 Porreestange
  • 2 Dosen gehackte Tomaten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 100 g Sojagranulat
  • 4 EL Tomatenmark
  • 150 ml Flüssigkeit (Wasser, Brühe oder veganer Rotwein)
  • 1 EL Agavensirup
  • 4 EL Sojasauce
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 EL weißer Balsamico
  • Salz und Pfeffer, optional etwas Rauchsalz
  • Chili (optional)

Zubereitung der Tomatensauce

1. Zunächst müssen Zwiebel, Porree und Knoblauch kleingeschnitten, sowie Möhren und Sellerie geraspelt werden.

2. Das Sojagranulat kurz in heißem Wasser einweichen, dann ausdrücken und mit wenig Öl in einer Eisen- bzw. Edelstahlpfanne scharf anbraten.

3. Porree und Zwiebeln werden in 3 EL Olivenöl in einer zweiten, tiefen Pfanne mit Deckel angebraten. Wenn die Zwiebeln goldbraun sind, kommt das Wurzelgemüse mit dem Tomatenmark hinzu. Das Tomatenmark anrösten lassen, dann den gehackten Knoblauch hinzugeben und schließlich mit 150 ml Flüssigkeit ablöschen.

4. Nun die gehackten Tomaten, das gebratene Sojagranulat, Salz, Pfeffer, Sojasauce und Essig hinzugeben. Wer mag würzt noch mit frischen (oder im Winter getrockneten) Kräutern wie Majoran, Oregano, Salbei oder Rosmarin und/oder  gibt eine gehackte Chili hinzu.

4. Die Sauce muss nun mit schräg aufgelegtem Deckel ca. eine Stunde (besser 1,5 Stunden) auf kleiner Flamme köcheln. 10 Minuten vor Ende der Garzeit den Deckel abnehmen, damit überschüssige Flüssigkeit verdampfen kann. Sollte euch die Sauce dann immer noch zu dünn sein, bindet sie einfach mit etwas mehr Sojagranulat.

Zutaten für die Béchamelsauce

  • 50 g Mehl
  • 50 g Margarine
  • 500 ml pflanzliche Milch (wenn es zu dick wird etwas mehr)
  • ein Schuss Alpro Cuisine (optional)
  • eine Prise frisch geriebener Muskat
  • 3 EL Hefeflocken
  • Salz
  • etwas weißer Pfeffer

Zubereitung der Béchamelsauce

1. Die Margarine in einem Topf schmelzen und das Mehl unter Rühren hinzugeben.

2. Mehl und Margarine zusammen andünsten bis ein leicht nussiger Geruch wahrzunehmen ist. Vorsicht: Die Mehl-Margarine-Mischung sollte noch cremefarben und keinesfalls schon bräunlich sein.

3. Dann mit der pflanzlichen Milch ablöschen, unter kräftigem Rühren aufkochen und 5 Minuten leicht köcheln lassen.

4. Zum Ende der Garzeit hin die Hefeflocken, den Muskat sowie Salz und Pfeffer hinzugeben. Wer mag verfeinert noch mit einem Schuss Sojasahne.

Zubereitung der Lasagne

1. In eine Lasagneform zunächst eine dünne Schicht Tomatensauce, dann eine Schicht Béchamel und dann eine Schicht Lasagneplaten geben. Diesen Vorgang solange wiederholen, bis ihr mit einer Schicht Béchamel etwa 3 cm unter dem Rand der Form abschließen könnt.

2. Nun habe ich den Wilmersburger Pizzaschmelz hinaufgegeben, ihr könnt aber auch anderen veganen Käse, Hefeschmelz oder einfach Panko verwenden. Wichtig ist, dass der Käse mit etwas Wasser beträufelt wird, damit er ordentlich schmilzt.

3. Die Lasagne bei 180°C (Umluft) oder 200 °C (Ober- und Unterhitze) für 50 Minuten backen.

Mein Fazit zum Wilmersburger Pizzaschmelz

Im Vergleich zum erst kürzlich probierten Soydairy finde ich persönlich den Wilmersburger zu salzig. Er schmeckt schon sehr hervor, das muss man mögen. Ich werde ihn nochmal auf Pizza und Toast ausprobieren weil ich denke, dass er dort besser passt. Sein Schmelzverhalten ist sehr gut. Tipps zum optimalen Einsatz habe ich mir auf http://www.wilmersburger.de/tipps.html geholt.

10 Comments

  1. Cool, die Bechamelsoße werde ich nachmachen, benötige sie auch für eine Lasagne! Danke :)

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  5. Habe gerade die Bechamelsoße ausprobiert. Die wurde sehr dickflüssig und schmeckte etwas fad. Lag’s an mir?

  6. Hallo Maren,

    danke für dein Feedback. Wegen der Konsistenz: sie ist schon sehr dick, eher pastig und nicht so, wie man sie als Sauce für Gemüse verwenden würde. Die Tomatensauce gibt gut Flüssigkeit ab und das sollte reichen. Ich habe allerdings die Angabe im Rezept ergänzt. Wer mag gibt mehr Flüssigkeit hinzu. Da Salz Geschmackssache ist und jeder ein anderes „Salzverlangen“ hat habe ich die Angabe 1/2 TL herausgenommen.

    Viele Grüße
    Nicole

  7. Liebe Nicole,
    vielen Dank für die Rückmeldung. Werde beim nächsten Mal die Relation Milch/Mehl etwas abwandeln. Ich habe die Lasagne nicht wie oben beschrieben mit Tomatensoße, sondern mit der Tofu-Bolognese aus Attila Hildmanns „Vegan for fun“ gemacht. Die hat nicht ganz so viel Flüssigkeit. Dort werde ich den Anteil passierte Tomaten erhöhen. Insgesamt hat die Lasagne aber super geschmeckt und der üblicherweise Fleisch essende Gast hätte nicht gedacht, dass er keine „klassische“ Lasagne vor sich hat.
    Viele Grüße
    Maren

  8. Auch wenn ich kein Veganer bin , schmeckt mir diese Lasagne einfach am besten. Ich koche die Bolognese immer vor und wecke sie in Twist- off Gläser ein , das klappt super und die Lasagne ist dann schnell gemacht.

  9. Das Rezept klingt sehr lecker! Hier ein Link zu meiner Variante einer sommerlichen veganen Lasagne: http://reifffuersleben.de/abc-einer-veganen-lasagne/

  10. Habe Lasagne noch nie so gut hinbekommen wie mit diesem Rezept. Es hat wirklich sehr geschmeckt. Hier sind noch einige Rezepte die ich bestimmt mal ausprobieren werde. Danke für die zahlreichen Rezepte.

    Gruß Sandra

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